Stunde der Wintervögel

 ortsunabhängig
Vogel-Volkszählung in Dorf und Stadt, im Garten und im Park

Projektinformationen

Biodiversität, Vögel, Garten, Zählung

Kontakt

Sophia Engel
s-engel [at] lbv.de

Institution

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
Projektzeitraum ab: 
08.01.2016 bis 10.01.2016
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
Tätigkeiten: 
technischer Anspruch: 
Analoger Typ
Weitere Informationen: 
Die Stunde der Wintervögel wird jährlich veranstaltet, die nächste Zählaktion findet vom 8. bis 10. Januar 2016 statt.

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Über unsere Vögel im Winter gibt es bislang wenig wissenschaftliche Erkenntnisse. Wie passen sie sich an die kalte und futterarme Jahreszeit an? Welche Arten werden durch Winterfütterung gefördert, welche nicht? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel im Winter aus? Diese und andere Fragen wollen der LBV und sein Partnerverband NABU mit der „Stunde der Wintervögel“ beantworten. Im Mittelpunkt stehen häufige Arten wie Amsel, Buchfink oder Rotkehlchen, die fast jeder Vogelfreund kennt.

Wie können Bürger mitforschen?

Aufgabe ist es, am Beobachtungswochenende zu einem frei wählbaren Zeitpunkt eine Stunde lang sämtliche Vögel zu zählen, die im eigenen Garten, vom Balkon aus, in der Kleingartenanlage, auf dem Friedhof oder im Stadtpark beobachtet werden. Die Beobachtungen können dann online, postalisch oder per Telefon-Hotline gemeldet werden. Vorkenntnisse und eine besondere Ausrüstung sind nicht nötig, ein Fernglas ist aber immer hilfreich. Online stehen neben ausführlichen Anleitungen eine Zählhilfe und ein Vogelbestimmungsführer zur Verfügung. „Offline“ werden gemeinsame Exkursionen angeboten.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Sämtliche Beobachtungen werden in einer Datenbank gesammelt, die Online-Meldungen werden live unter www.stunde-der-wintervoegel.de ausgewertet. Eine interaktive Karte und Liste zeigen sowohl die aktuellen Ergebnisse wie auch die der Vorjahre. Nachdem inzwischen eine größere Zeitreihe vorliegt, sollen die Resultate nun vermehrt auch mit „professionellen“ Kartierungen verglichen werden.

Wozu trägt die Forschung bei?

Ziel ist es, flächendeckende Erkenntnisse über die Entwicklung der Vogelwelt im Siedlungsraum zu gewinnen. Die Aktion zeigt, dass zwar eine Reihe vom Arten kontinuierlich abnimmt. Andererseits zieht es zahlreiche Arten aus dem Wald sowie aus Feld und Flur immer mehr in die Städte und Dörfer. Die Auswirkungen der Witterung – lange Winter etwa oder verregneter Frühjahre – sind ebenso gut nachweisbar wie Krankheitsfolgen (Usutu-Virus bei der Amsel, Trichomoniasis beim Grünfinken). Nicht zuletzt steht die Aktion unter dem Motto „Hinschauen bildet“, denn durchschnittlich kennen Schulkinder nur noch 4 der 12 häufigsten heimischen Vögel. Durch aktives Beobachten erschließt sich den Teilnehmern die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür

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