Schweinswale - bitte melden!

 ortsunabhängig
Whale Watching am Elbe- und Weserstrand

Projektinformationen

Schweinswale, Artenschutz, Nordsee, Whale Watching, Elbe

Kontakt

Denise Wenger
DeniseWenger [at] web.de

Institution

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung / Schweinswale e.V.
Projektzeitraum ab: 
01.02.2017
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
Tätigkeiten: 
technischer Anspruch: 
Analoger Typ
Weitere Informationen: 
Schweinswale können vor allem in der Zeit von Februar bis Juni in den Flüssen beobachtet werden.
Projektwebsite: 

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Das neuerliches Vorkommen des Schweinswals (Phocoena phocoena) in den großen Flüssen an der Nordseeküste soll genau untersucht werden: Nach hundert Jahren Abwesenheit schwimmen Schweinswale heute wieder regelmäßig im Frühjahr weit in die Unterläufe von Weser und Elbe. Sie folgen Fischschwärmen zu ihren Laichplätzen im Süßwasser und werden in der Elbe sogar über Wochen hinweg im Hamburger Hafen gesichtet. Das räumlich-zeitliche Muster ihres Vorkommens, besonders genutzte Bereiche und das Gefahrenpotential für die kleinen Wale in den vielbefahrenen Wasserstraßen soll genau untersucht und belegt werden. Nur mit der Beteiligung möglichst vieler Bürger, die nach den Meeressäugetieren Ausschau halten und ihre Sichtungen melden, kann dies umgesetzt werden, denn viele Augen sehen viel mehr. Wäre man nur mit einem Boot unterwegs, ist man meist zur falschen Zeit am falschen Ort. Durch die Zufallssichtungen vieler Bürger ist es möglich, eine gute Aufnahme des Vorkommens, Verhaltens und der Gruppengrößen an mehreren Orten gleichzeitig zu erfassen.

Wie können Bürger mitforschen?

Die Aufmerksamkeit der Bürger ist besonders wichtig: Als Spaziergänger entlang der Elbe oder Weser, als Passagier der Fähren, als Segler oder Motorbootfahrer bitte von Februar bis Juni ganz besonders die Augen offen und nach Schweinswalen Ausschau halten und Sichtungen direkt telefonisch oder per WhatsApp an 0176-22208271 melden oder über ein Online-Sichtungsformular unter www.schweinswale.de! Wenn möglich, Fotos oder Videos als Beleg machen. So können wir mehr über die Reise der Wale in die Flüsse erfahren.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Sichtungsdaten werden auf eine Online-Karte unter www.schweinswale.de eingetragen und sind für alle Melder und die Öffentlichkeit einsehbar. So kann sich jeder über das aktuelle Vorkommen der Schweinswale informieren und bei Interesse selbst zu Orten mit hoher Sichtungswahrscheinlichkeit aufbrechen und versuchen, Wale zu erspähen. Alle Daten werden den Behörden zur Verfügung gestellt, da der Schweinswal eine besonders geschützte Art ist und mit den gewonnenen Kenntnissen aus diesem Citizen Science-Projekt über seine Verbreitung, Lebensraumnutzung und Gefährdungsfaktoren Schutzmaßnahmen erarbeitet werden können. Wichtige Informationen über die Biologie der Schweinswale und aktuelle Daten werden in Berichten auf der Internetplattform für die Bürger zur Verfügung gestellt.

Wozu trägt die Forschung bei?

Diese Erforschung durch "Citizen Science" trägt zu neuen Schutzmaßnahmen und somit einem besseren Schutz und mehr Kenntnis über unseren einzigen heimischen Wal bei. Zudem ergibt sich für die Bürger die Möglichkeit, ihn zu sichten und zu erleben, direkt vor unserer Haustür. Durch die Untersuchung toter Wale und Ermittlung ihrer Todesursachen können wir mehr über Gefährdungsfaktoren und Krankheiten erfahren.

Teilen Sie diese Seite!