Opfer der NS-Euthanasie

 ortsunabhängig
Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist

Projektinformationen

Euthansie, Familienforschung, Nationalsozialismus, Geschichte, Datenbank

Kontakt

Cordula Eberle
info [at] ns-euthanasie.de

Institution

Privat
Projektzeitraum ab: 
25.07.2015
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
Tätigkeiten: 
technischer Anspruch: 
Analoger Typ
Weitere Informationen: 
Die Bereitstellung der eingereichten Daten erfolgt 1. durch Aufnahme der eingereichten Namen in der Dedenkdatenbank. 2. durch die Veröffentlichung von eingereichten Opferbiografien oder sonstigen Texten in den entsprechenden Kategorien der Webseite unter Nennung der Quelle.
Projektwebsite: 

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Dieses Projekt soll an die Unmenschlichkeit des NS-Regimes erinnern. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden mit dem Ziel der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ mehr als 350.000 Menschen zwangssterilisiert. Bis zu 6.000 Frauen und ungefähr 600 Männer starben an den Folgen der Eingriffe, mehr als 300.000 weitere starben in den „Euthanasie“-Programmen. Die Überlebenden dieser Verbrechen mussten auf Härteleistungen als Opfer der NS-Unrechtsmaßnahmen bis in die 1980er Jahre warten. Bis heute sind beide Opfergruppen nicht als rassisch Verfolgte des Nationalsozialismus anerkannt. Wir wollen so vielen Opfern wie möglich ihre Identität wiedergeben.

Wie können Bürger mitforschen?

Jeder kann ihm bekannte Daten zu Opfern der NS-Euthanasie liefern. Namen, Lebensdaten, Lebensgeschichten, Leidensgeschichten, Todesgeschichten, Namenslisten von Opfern aus psychiatrischen Anstalten, deren Verlegung in die Tötungsanstalten belegt sind, Erkenntnisse aus der eigenen Familienforschung, Inschriften von Gedenksteinen auf Friedhöfen oder anderen Mahnmalen können bei diesem Projekt eingereicht werden. Die Einrichtung kann als Datenbank, Namensliste, Fotografien oder selbst geschriebene Lebensgeschichte eines Opfers in jeder möglichen digitalen Form eingereicht werden. Auch Einsendungen per Post werden entgegen genommen und dann digital aufbereitet.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Teilnehmer können ihre Informationen über die Webseite www.ns-euthanasie.de mittels Kontaktformular einsenden. Eingesendete Ergebnisse werden auf der Webseite im Online-Gedenkbuch oder unter der Rubrik Opferbiografien veröffentlicht. Alle Einsender werden namentlich auf der Liste der Mitwirkenden genannt.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das Projekt trägt dazu bei, dem Vergessen entgegen zu wirken und den unzähligen Opfern Namen und Würde wieder zu geben. Ihre Existenz soll nicht ausgelöscht sein, man soll sich ihrer erinnern. Das Projekt trägt auch dazu bei, Schicksale von Familienmitgliedern aufzuklären und Familienforschern einen Ansatzpunkt für ihre Suche zu liefern. Alle Informationen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt und können z. B. für die Familienforschung oder für historische Erhebungen zum Thema, Schulprojekte, Hausarbeiten u. s. w. genutzt werden.

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