Einstein@Home – Astrophysik für alle

 ortsunabhängig
Neutronensterne mit Heimcomputer und Smartphone entdecken

Projektinformationen

Astronomie, Verteiltes Rechnen, Smartphone, Gravitationswellen, App

Kontakt

Benjamin Knispel, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
benjamin.knispel [at] aei.mpg.de

Institution

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Hannover (Albert-Einstein-Institut Hannover)
Projektzeitraum ab: 
19.02.2005 bis 31.12.2024
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
Tätigkeiten: 
technischer Anspruch: 
Digitaler Typ
Weitere Informationen: 
BOINC-Software zur Anmeldung bei Einstein@Home: http://boinc.berkeley.edu/ und https://play.google.com/store/apps/details?id=edu.berkeley.boinc&hl=de
Projektwebsite: 

Besuchen Sie uns auf

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Neutronensterne sind Überreste explodierter Sterne und bestehen aus extrem dichter Materie. Sie lassen sich mittels Radiowellen und im Gammalicht entdecken und senden Gravitationswellen aus – von Einstein vorhergesagte Raumzeitkräuselungen, die Astronomen in den nächsten Jahren erstmals direkt messen wollen. Ihr könnt den Forschern dabei helfen, indem ihr bei Einstein@Home ungenutzte Rechenzeit auf euren Computern und Smartphones für die Suche zur Verfügung stellt. Findet Neutronensterne in den Daten großer Radioteleskope, des Gammasatelliten Fermi und der LIGO-Gravitationswellendetektoren!

Wie können Bürger mitforschen?

Jeder, der einen Computer oder ein Android-Smartphone besitzt, kann durch die Bereitstellung anderweitig ungenutzter Rechenzeit mitmachen: Immer wenn sonst ein Bildschirmschoner liefe oder wenn euer Smartphone geladen wird und untätig herumliegt, wird Einstein@Home aktiv. Dann analysieren digital signierte Anwendungen wissenschaftliche Messdaten, die sie von unseren Projektservern über das Internet herunterladen. Dazu müsst ihr die BOINC-App oder den BOINC-Manager installieren und euch einmalig beim Projekt registrieren – danach läuft alles automatisch. Bereits mehr als 50 neue Neutronensterne wurden so entdeckt.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Rechner der insgesamt bereits rund 360.000 Einstein@Home-Freiwilligen aus aller Welt übernehmen den Hauptteil der rechenaufwändigen Analyse. Macht euer Computer oder Smartphone eine Entdeckung, so werdet ihr von den Forschern persönlich benachrichtigt und erhaltet gerahmte Entdeckungszertifikate mit Unterschriften der Projektleiter. Ihr werdet namentlich in den (bislang acht) wissenschaftlichen Publikationen erwähnt und wirkt an der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu euren Entdeckungen mit. Die Forscher stellen euch die Ergebnisse auf der Projekt-Homepage und in Diskussionsforen vor.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Entdeckung neuer Neutronensterne hilft Astronomen, die Entstehung und das Leben von Sternen besser zu verstehen. Die direkte Messung von Gravitationswellen ist die letzte noch offene Vorhersage von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Ihr könnt bei Einstein@Home helfen zu überprüfen, ob Einstein Recht hatte und forscht so an der vordersten Front der Astronomie mit. Nach Einsteins Berechnungen sind Gravitationswellen gewissermaßen der Klang des Universums. Öffnet mit ihnen ein völlig neues Fenster zum Universum und läutet das Zeitalter der Gravitationswellen-Astronomie ein!

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