Chimp&See

 ortsunabhängig
Schimpansen kennenlernen und die afrikanische Biodiversität erhalten

Projektinformationen

Wildtiere, Biodiversität, Afrika, Schimpansen, Naturschutz

Kontakt

Mimi Arandjelovic
arandjel [at] eva.mpg.de

Institution

Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology
Projektzeitraum ab: 
22.04.2015
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
technischer Anspruch: 
Digitaler Typ
Weitere Informationen: 
Hinweis: Die Projektwebsite ist nur in englischer Sprache verfügbar.

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Worum geht es in dem Projekt konkret?

Studien zur menschlichen Evolution basieren meist auf den von unseren Vorfahren hinterlassene Fossilien und Artefakten. Wir können aber auch Rückschlüsse über den Ursprung des Menschen ziehen, indem wir unsere nächsten noch lebenden Artverwandten untersuchen: die Schimpansen und Menschenaffen in West- und Zentralafrika. Weil Menschen und Schimpansen sehr nah miteinander verwandt sind, können uns die Verhaltensmuster der Affen Hinweise liefern, wie die frühen Hominiden lebten und sich entwickelten. Es wird angenommen, dass der größte Schritt in der mentalen, physischen und kulturellen Entwicklung des Homo sapiens mit der Zunahme des Jagens, dem Konsumieren von Fleisch und dem Gebrauch von Werkzeugen zusammen hing. In einigen Populationen der heute wildlebenden Schimpansen beobachten wir ähnliche menschenartige Verhaltensweisen. Wenn wir untersuchen wann, wo und wie dieses Verhalten vermehrt auftritt, erhalten wir eine bessere Vorstellung, welche Szenarien in der Evolution zur Entwicklung unserer Spezies geführt haben könnten.

Wie können Bürger mitforschen?

Für dieses Projekt haben wir durch Kamerafallen knapp 7.000 Stunden Filmmaterial aus unterschiedlichen Lebensräumen der Schimpansen in 15 Ländern Afrikas gesammelt. Mit der Durchsicht dieser Filmaufnahmen und der Identifikation der dort abgebildeten Arten und ihrer Aktivitäten, helfen Sie uns, das Leben dieser Affen – ihre Gewohnheiten, Beziehungen und Lebensräume – zu verstehen und ein neues Verständnis der Herkunft des Menschen zu entwickeln.Sie können das Projekt auf zwei Arten unterstützen: Erstens, indem Sie beim Betrachten der Videos Tierarten identifizieren und dokumentieren, was diese gerade machen (es gibt eine Anleitung, die bei der Identifikation der Tiere und deren Gewohnheiten hilft). Zweitens können Sie versuchen, die Schimpansen voneinander zu unterscheiden oder sie in verschiedenen Videos wiederzufinden. Auf diese Weise können wir herausfinden, welcher Schimpanse wo aufgenommen wurde und wie sie miteinander interagieren.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Einerseits kann so herausgefunden werden, auf welchem Video tatsächlich Schimpansen aufgenommen wurden, um weitere Untersuchungen hinsichtlich des Verhaltens der Affen und deren Gebrauch von Werkzeugen vorzunehmen, andererseits erfahren wir in Bezug auf den jeweiligen Standort etwas über die Dichte von Raubtieren (Leoparden), bestimmten Beutetieren (Affen), die Belastung durch den Menschen und die Dichte der Nahrungskonkurrenten (Elefanten, Schweine, Affen, usw. ). All dies sind Faktoren, welche die Lebensgewohnheiten der Schimpansen direkt beeinflussen. Des Weiteren können wir so für jeden Standort eine Schätzung der vorhandenen Biodiversität vornehmen. Dadurch können wir feststellen, welche Spezies ein guter Artenindikator für diese Wälder ist, was uns wiederum hilft, bessere Biomonitoring-Methoden zu entwickeln. Forscherinnen und Forscher, die sich für andere Tierarten interessieren, erhalten die entsprechenden Videos zur Auswertung.

Wozu trägt die Forschung bei?

<p>Die Videos der Kamerafallen sind ein Teil des Pan African Programmes „The Cultured Chimpanzee “ (Der kultivierte Schimpanse) / PanAf: <a href="http://panafrican.eva.mpg.de" target="_blank">http://panafrican.eva.mpg.de</a> . Dieses Programm verfolgt das Ziel, eine große Anzahl von Schimpansen-Populationen in ganz Afrika zu beobachten. Wir sammeln breitgefächerte Daten zu ökologischen Parametern, welche möglicherweise die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten verschiedenen Populationen beeinflussen. Dadurch können wir potentielle evolutionäre Szenarien auswerten und zur Entschlüsselung zentraler Fragen der kulturellen Entwicklung des Menschen beitragen.</p>

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