ArtenFinder Rheinland-Pfalz

 ortsunabhängig
Bürger beteiligen sich an Naturforschung und Naturschutz in Rheinland-Pfalz

Projektinformationen

Naturkunde, Artbestimmung, regionale Forschung, Biodiversität, Artenvielfalt

Kontakt

Annalena Schotthöfer, Oliver Röller
schotthoefer [at] konat.de

Institution

KoNat UG (Koordinierungsstelle für ehrenamtlich erfasste Naturschutzdaten in Rheinland-Pfalz)
Projektzeitraum ab: 
01.03.2011
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
technischer Anspruch: 
Digitaler Typ
Projektwebsite: 

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Worum geht es in dem Projekt konkret?

In dem in Rheinland-Pfalz seit 2011 erfolgreich laufenden ArtenFinder-Portal können Bürgerinnen und Bürger ihre Tier- und Pflanzenbeobachtungen in eine gemeinsame digitale Datenbank eintragen und so einen Datenpool zum zeitlichen und räumlichen Auftreten von wildlebenden Tieren, Pflanzen und Pilzen erarbeiten. Hierdurch leisten die Teilnehmenden einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der regionalen Biodiversität. Die Daten werden qualitätsgesichert und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt.

Wie können Bürger mitforschen?

Alle, die in ihrem Umfeld Tier-, Pflanzen- und Pilzarten erkennen, können diese im Online-Portal oder über die App melden. Folgende Frage muss beantwortet sein: Wer hat wo, wann, was gesehen? Idealerweise wird die Meldung durch eine Foto- oder Tondatei der beobachteten Art ergänzt. Den Nutzerinnen und Nutzern des ArtenFinder-Portals stehen verschiedene Lern- und Auswertungswerkzeuge zur Verfügung (ArtenInfo und ArtenAnalyse).

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Meldungen werden von den Melderinnen und Meldern selbst, von an den Daten interessierten Landesforschern, von Naturschutzverbänden und vom behördlichen Naturschutz verwendet. Auf Grundlage der Daten wurden von den Teilnehmenden bereits zwei Bestimmungsbücher für Vögel bzw. Tagfalter in Rheinland-Pfalz erarbeitet. Weitere Werke werden folgen. Die Daten gingen vielfach in wissenschaftliche Publikationen ein, z.B. in den Libellenatlas Deutschland. Inzwischen beginnen Teilnehmende teilweise selbst in Fachzeitschriften über Projektergebnisse zu publizieren.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Daten sind wichtige Beiträge für die Wissenschaft in Bezug auf die Landesforschung und den Naturschutz. Sie tragen zur Erforschung von Ursachen für räumliche und zeitliche Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt bei. Zahlreiche Wissenslücken über die heimische Tier- und Pflanzenwelt konnten mithilfe der Bürgerwissenschaft bezogen auf Rheinland-Pfalz bereits geschlossen werden: Beispiele betreffen die aktuelle Ausbreitung des Brombeer-Perlmutterfalters (440 aktuelle Meldungen) oder den günstigen Erhaltungszustand der Mauereidechsen-Populationen (1300 aktuelle Meldungen). Aber auch negative Entwicklungen wie die Ausbreitung der hoch allergenen Ambrosia-Arten (200 aktuelle Meldungen) werden durch die ArtenFinder-Meldungen dokumentiert.

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