Archäologisches Spessart-Projekt e.V. - Institut an der Universität Würzburg

 ortsunabhängig
Landschaft und Identität im bürgerschaftlichen Engagment

Projektinformationen

Kulturlandschaft, Archäologie, Identität, Heimatforschung, Kulturgeschichte

Kontakt

Gerhard Ermischer
ermischer [at] spessartprojekt.de

Institution

Archäologisches Spessart-Projekt e.V. - Institut an der Universität Würzburg
Projektzeitraum ab: 
01.10.1998
Zielgruppe: 
Geeignet für Schulklassen: 

Ort

ortsunabhängig
technischer Anspruch: 
Analoger Typ
Weitere Informationen: 
Das Archäologisches Spessartprojekt ist ein Verein, der 1998 gegründet wurde. Es wurde stark durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Europa im Rahmen mehrerer von der EU geförderter Forschungsprojekte geprägt. So entstand der holistische Landschaftsbegriff, der das Projekt bis heute prägt, sowie die stark von Skandinavien und Großbritannien geprägten Vorstellungen zur Bürgerforschung, Communal Dig und allgemein dem Umgang mit Ehrenamtlichen. Das Archäologische Spessart-Projekt konnte 2006 einen Kooperationsvertrag mit der Universität Würzburg abschließen und erhielt 2010 den Status eines An-Insituts an der Universität Würzburg. Das ASP ist international stark vernetzt, beteiligt sich an dem vom ASP mit begründeten Dachverband von Nichtregierungsorganisationen für Landschaft CIVILSCAPE und seit 2001 an der Umsetzung der Europäischen Landschaftskonvention des Europarats.
Projektwebsite: 

Worum geht es in dem Projekt konkret?

Das Projekt befasst sich mit der Erforschung und Vermittlung der Kulturlandschaft Spessart und ihrer Randgebiete in bürgerschaftlichem Engagement. Ziele sind dabei gleichermaßen die wissenschaftliche Forschung zur Geschichte und Entwicklung der Kulturlandschaft wie die Stärkung der regionalen und lokalen Identität und des Bewusstseins für die Verletzlichkeit und Notwendigkeit der Pflege der Kulturlandschaft. Beide Ansätze können nur in intensivem Dialog mit den Bürgern erreicht werden. Instrumente dafür sind z. B. die Kulturwege, thematische „Lehrpfade“, die gemeinsam mit Bürgern entwickelt und realisiert werden, archäologische Grabungen im Format des "Communal Dig" sowie eine Vielzahl kleinerer Forschungsprojekte zu allen Aspekten der Landschaft und ihrer Geschichte, wie etwa historische Karten, Aufnahme und Auswertung von Klein- und Flurdenkmälern, Projekte zur Sprach- und Dialektforschung, Volkskunde, Baugeschichte, Prospektionen etc.

Wie können Bürger mitforschen?

Die meisten Projekte, vor allem die Kulturwege und archäologischen Grabungen, werden direkt durch Bürger initiiert und gemeinsam mit dem Archäologischen Spessart-Projekt umgesetzt. Bürger können sich auf allen Ebenen beteiligen, bei der unmittelbaren Forschungsarbeit, etwa auf den archäologischen Grabungen, beim Sammeln und Auswerten von Quellen und Daten, oder im Umfeld der Projekte im logistischen Bereich sowie bei der Vermittlung der Kulturlandschaft (auch durch Führungen, Beteiligung oder Organisation von Events).

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse werden publiziert, im Internet bereit gestellt, bzw. in Form der Kulturwege durch Infotafeln, Broschüren und virtuelle Rundwege im Internet der Öffentlichkeit vermittelt. Hinzu kommen Tagungen, Seminare, Vorträge, Führungen auf den archäologischen Grabungen, Kulturwegen und Denkmälern. Bei all diesen Aktivitäten präsentieren sowohl die beteiligten Fachwissenschaftler, Studenten und Bürgerforscher ihre Ergebnisse. Ergebnisse werden auch in den Arbeitsgruppen (etwa für archäologische Grabungen, Kulturwege oder Einzelprojekte) vorgestellt, diskutiert und weiter verarbeitet. Interessierte Bürger können sich jederzeit an den Diskussionen in den AGs oder auf den Tagungen und Seminaren beteiligen. Ergebnisse fließen auch in die Ausbildung von Wanderführern, Burgführern oder Gästeführern ein und werden, in dem hier möglichen Maß, über Zeitungen und Zeitschriften kommuniziert.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Forschung des Archäologischen Spessart-Projekts ist getragen vom Landschaftsbegriff Alexander von Humboldts, der holistisch und umfassend ist. Daher beschäftigt sich das Projekt mit allen Aspekten der Landschaft, besonders aber mit der historischen Genese, Entwicklung und Entstehung der Kulturlandschaft. Beteiligt sind derzeit Historiker, Archäologen, Kunsthistoriker, Volkskundler, Geographen, Geologen, Biologen, Sprachkundler und Denkmalpfleger. Die Aspekte können aber jederzeit erweitert werden.

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