Wie funktioniert Citizen Science?

Citizen Science hat viele Facetten: Vom Erheben der Daten bis hin zur Konzeption neuer Forschungsfragen gibt es viele Schritte bei wissenschaftlichen Untersuchungen, an denen Bürger sich beteiligen und so neues Wissen schaffen können.

Und wie sieht das ganz konkret aus?

Im Projekt "Verlust der Nacht" geht es zum Beispiel darum, über eine App die Helligkeit von Sternen zu bestimmen und darüber die lokale Lichtverschmutzung zu messen. Im Projekt "Tauchen für den Naturschutz" kartieren Hobbytaucher gemeinsam mit Forschern die Unterwasserwelt von Seen in Brandenburg und werten die Ergebnisse anschließend gemeinsam aus. Unter Projekte entdecken finden sich viele weitere verschiedenen Möglichkeiten, als Citizen Scientist tätig zu werden.

Und in der Theorie:

In der Theorie werden Citizen Science-Projekte nach der Intensität der Zusammenarbeit und Art der Aktivität eingestuft bzw. danach, wann im Forschungsprozess - ausgehend von der Fragestellung über Datensammlung und Interpretation - Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind.

Man unterscheidet hier zwischen Kooperation, Kollaboration, Ko-Produktion und Ko-Design in bzw. von Forschungsprozessen.

Welche Projektkonzeption sich als der zielführendere Ansatz erweist, kann je nach Forschungsfrage, Fachgebiet und auch verfügbaren Ressourcen variieren.

Wir wollen den Ansatz weiter entwickeln

In der Praxis überwiegen in Deutschland derzeit die Projekte, bei denen es vor allem um Unterstützung bei der Datensammlung geht, also um kollaborative Projekte. Das Ziel der Initiative hinter Bürger schaffen Wissen ist es, den Ansatz für Deutschland weiterzuentwickeln: In welchen Fachgebieten und bei welchen Forschungsfragen sind intensivere Stufen denkbar, sinnvoll und umsetzbar? Was muss sich dafür im Wissenschaftssystem ändern? Wo liegen Potenziale und Grenzen für Citizen Science?

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